Turbulente Tage in Frankreich

 

Dienstag, 18. März 2008

Liebe Radsportfreunde,
Ralf Grabsch - Foto: Rothwas für ein Paris-Nizza dieses Jahr! Es kam wirklich alles zusammen. Ich durchlebte während der neun Tage in Frankreich ein Wechselbad der Gefühle.
Es fing schon beim Prolog damit an, dass es ausgerechnet kurz vor meinen Start anfing zu regnen. Die Straßen waren dadurch sehr schmierig, also rutschte ich mit viel Spaß durch die Kurven. Ein richtig gelungener Auftakt für mich – und turbulent ging es weiter. Am Tag darauf stürmte es, so dass die Etappe verkürzt werden musste.
Sie führte schließlich nur über 90 km, aber der Sturm und der eiskalte Regen sorgten für Bedingungen, die selbst dieses kurze Stück zu einem ganz besonderen Genuss machten.
Aber es kam noch besser. Die 2. Etappe zeichnete sich durch Dauerregen, Massenstürze und eine schwere, lange Streckenführung aus.  Also alles, was das Radsportlerherz begehrt! Und diesmal gehörte ich auch zu denen, die im Lauf der Etappe irgendwann mal auf dem Asphalt lagen. Hautabschürfungen und ein vollkommen geprellter Körper sorgten dafür, dass ich einen bleibenden Eindruck von diesem Tag behielt.
Danach hatte der Wettergott wohl ein Einsehen, denn die folgenden Tage wurden von der Witterung tatsächlich immer besser. Zwar machte mir mein linker Oberschenkel noch stark zu schaffen. Ich konnte nicht mit großer Belastung fahren. Aber ich biss mich durch.
Immerhin: Die letzten Tage liefen sehr gut für mich. Die Sonne wurde in Richtung Süden immer wärmer und ich fühlte mich immer besser. Darauf kann ich aufbauen. Mit meiner Kondition bin ich zufrieden. „Rund um Köln“ kann nun kommen!
Ciao, Euer Ralf.

 

Meine Vorbereitung ist im vollen Gange

Montag, 21. Januar 2008

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Liebe Radsportfreunde,
Die letzten Wochen haeb ich regelmäßig im Süden verbracht. Dort hatte ich super Bedingungen für harte, lange Trainingseinheiten. Zwischen Weihnachten und Neujahr flog ich mit Doreen nach Mallorca. Wir sind gern im Hotel Pueblo Park in El Arenal. Dort hat man als Radsportler und Radtouristiker die besten Bedingungen.
Der Radveranstalter Hürzeler hat einen riesengroßen Radkeller mit Werkstatt und Radshop. Dort ist man rundherum versorgt. Meine Frau Doreen hatte natürlich auch ihr Rad der Marke Schwarzfahrt dabei. So waren wir beide den ganzen Tag aktiv.
Manchmal waren wir auch zusammen unterwegs. Viele Radfahrer sind im Hotel. Natürlich auch der Nachwuchs der Radszene. Meine zwei Fans Paul und Dennis ließen sich auch mit mir fotografieren. Darüber war ich sehr stolz. Anfang Januar kamen dann viele Teamkollegen auf die Insel. Da wurde es wieder abwechslungsreich, da wir viel im Team trainiert haben. Ich hab ein gutes Gefühl in meinen Beinen. Beruhigt kann ich nun nach Qatar fliegen.
Dort bestreite ich meine ersten Wettkämpfe in der neuen Saison. Anfang Februar werde ich noch einmal ein achttägiges Trainingslager zur Formstabilisation durchführen. Und was bietet sich da nicht optimaleres an, als wieder nach Mallorca zu fliegen!
Ciao, bis demnächst, Euer Ralf

 

Saisonabschlussfeier für Ralf Grabsch

Samstag, 3. November 2007

                 

Letztes Wochenende veranstaltete mein Heimatverein, der RC Schmitter Hürth-Gleuel und mein neuer Fanclub (wurde bei der diesjährigen TdF gegründet) der von der RVK-Versicherung gesponsert wird, ein gemütliches Radsporttreffen.

Es waren viele Freunde, Mitglieder und Fans zu Gast. Vom T-Mobile Team schauten Andre Greipel und mein Bruder Bert vorbei. Mein langjähriger Trainer Sebastian Weber kam, Judith und Alex Bauer von dem erfolgreichen Jedermann-Lexxi-Team waren vor Ort und die Radgruppe von meinem Radladen Bike und Sport um Michael Schwarz waren zu Gast. Und natürlich freute ich mich über die zahlreichen Mitglieder vom RC Schmitter und von meinem Fanclub.

Im Gleueler Sportheim wurden wir herzlich aufgenommen. Es wurde gegrillt und es gab natürlich ausreichend Getränke. Es gab viele Gespräche und Diskussionen, es wurden Fotos geschossen und man lernte sich untereinander besser kennen. Außerdem wurde zur allgemeinen Auflockerung viel Musik gespielt.

Rundherum war es für alle Gäste eine gelungene Veranstaltung. Alle sind glücklich und zufrieden am späten Abend nach Hause gegangen. Weil es so ein toller Abend war, trafen wir uns direkt einen Tag später zu einer langen Radausfahrt. Ein super Abschluss für die gesamte Veranstaltung.

Euer Ralf

Steckbrief ImageKlick  offizielle Ralf Grabsch Seiten

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E-Mail

 

  Ralf Grabsch   Wohnort Hürth/Gleuel  Geboren 07.04.1973 Geburtsort Lutherstadt/Wittenberg Familienstand Verheiratet mit Doreen
Bruder Bert Spitzname Grabschi Größe/Gewicht 186 cm/ 81 kg  Essen Spinat mit Ei    Getränk   Chino von Sanpellegrino   Lieblingssportler Täve Schur  TV Sportsendungen
Musik   Die Ärzte, Guns´n Roses  Schauspieler Nicolas Cage
Vereine                                                         Aktuell
TSG Wittenberg-Leichtathletik                         SV Seegrehna 93
BSG Chemie Piesteritz                                    
RC Schmitter Gleuel-Köln
SC DHfK Leipzig                                              Ehrenmitglied
RG Hamburg
Rennställe
Team Cologne    1996/97
Team Gerolsteiner    1998
Team Telekom    1999-2002
Team Wiesenhof    2003-2005
Team Milram        ab 2006
Start bei dreiwöchigen Rundfahrten
Vuelta: 1999, 2000
Giro: 2002
Tour: 2006, 2007

 

 

„Ralf ist kein abgehobener Typ“

VON BIRGIT LEHMANN, 25.04.07, 07:12h

Samstags radelt der Profi gern mit den Gleueler Vereinsradlern in die Eifel.

Hürth - Zur Begrüßung gibt es erst mal eine herzliche Gratulation: „Toll gemacht, über 40 Kilometer alleine an der Spitze - das war klasse.“ Die Vereinskollegen vom RC Schmitter Gleuel im flotten gelb-rot-grünen Radlerdress klopfen dem durchtrainierten Mann in Hellblau anerkennend auf die Schulter. Der hat soeben beim Rennen Paris-Roubaix als mutiger Ausreißer geglänzt, und die Hürther haben alles vor dem Fernseher mitverfolgt. „Kopfsteinpflaster - das ist gefährlich“, sagt Vorsitzender Franz Breuer - und Ralf Grabsch erwidert: „Das bin ich doch gewöhnt.“

Seit zehn Jahren lebt der gebürtiges Wittenberger mit seiner Frau Doreen, die ebenfalls aus Sachsen-Anhalt (Aschersleben) stammt und Sozialpädagogik studiert, in Hürth-Gleuel in einer Eigentumswohnung. „Ich habe mich hier von Anfang an wohlgefühlt. Hier ist man schnell in der Stadt und zugleich auf dem Land und kann wunderbar Rad fahren.“ „Ralf ist kein bisschen abgehoben oder meint, etwas Besseres zu sein“, lobt Breuer den Profi im Verein. Er schaue sich die Neuzugänge genau an. „Wer hier mitmachen will, muss auch zu uns passen. Jemanden, der die Nase hochträgt, können wir nicht gebrauchen“, sagt Breuer klipp und klar. Bei Ralf Grabsch gab es da nie Bedenken. Er nehme sich auch, sofern er kein Rennen habe, die Zeit, die gemeinsame 100 Kilometer lange Ausfahrt zu machen, die jeden Samstag um 14 Uhr vom „Café Guglhupf“ an der Ernst-Reuter-Straße starte. Natürlich könne er wesentlich schneller fahren als die anderen, „aber ich passe mich dem Tempo der anderen dann an.“

Für die 50 Mitglieder ist das die Gelegenheit, sich ein paar Tipps geben zu lassen. „Das Radfahren soll Spaß machen, man soll sich nicht überfordern“, rät er vor allem Anfängern - und sich zu Beginn nicht gleich das teuerste Rennrad zulegen. Ab 2000 Euro aufwärts bis zu zu 7000 Euro kosten die meisten Rennräder. Der RC Schmitter besteht seit 75 Jahren und ist einer von vier Radsportclubs in Hürth. Der älteste Fahrer ist 76 Jahre alt und sechsmaliger Weltmeister in seiner Altersklasse, Willi Hochgeschurtz. Der jüngste ist mit 13 Jahren Niels Politt, der Landesverbandsmeister im Einzelzeitfahren war.

Und wenn nach der Tour die meisten zum gemütlichen Bier einkehren, hat der Profi Grabsch ein spezielles Aufbaumittel: „Ich esse ein Stück Kuchen.“

Gemütlich radeln mit dem Radprofi   Bild: Lehmann

VON ALEXANDRA KLAUS, 25.04.07, 07:12h

Rhein-Erft-Kreis - Der Traum eines jeden Radprofis erfüllte sich für den in Hürth lebenden Ralf Grabsch Ende Juni vergangenen Jahres: Er wurde für sein Team Milram nominiert, die Tour de France - das „härteste Radrennen der Welt“ - zu fahren. „Ich hatte immer im Hinterkopf, einmal die Tour zu fahren, und mir die Teilnahme hart erkämpft“, sagte der 34-Jährige, der seit 1996 Profi ist, zu seinem vergleichsweise späten Tour-Debüt.

Der gebürtige Wittenberger, der mit seiner Frau seit über zehn Jahren in Hürth lebt, hatte zwar bereits Erfahrung mit Drei-Wochen-Rundfahrten: So ist er die Spanienrundfahrt („Vuelta“) und den Giro d'Italia gefahren. „Aber die Tour ist etwas Besonderes, es ist einzigartig, wenn einem die Massen von Zuschauern am Straßenrand zujubeln“, berichtete Grabsch, dessen Bruder Bert ebenfalls Radprofi ist, während der Tour begeistert im „Kölner Stadt-Anzeiger“. In diesem Jahr will er erneut antreten.

50 Kilometer

Nach der erfolgreichen Premiere der Leser-Radtour mit dem Radprofi Christian Knees aus Bornheim im September vergangenen Jahres haben Leser des „Kölner Stadt-Anzeiger“ nun bei einer zweiten Tour Gelegenheit, seinen Teamgefährten Ralf Grabsch kennenzulernen und sich von ihm ein paar Kniffe abzuschauen: Am Samstag, 5. Mai, startet die etwa 50 Kilometer lange Rundfahrt um 14 Uhr auf dem Parkplatz des Albert-Schweitzer-Schulzentrums, Sudetenstraße, in Hürth. Der Parkplatz ist auch Ziel der Rundfahrt für jederman. Ausgearbeitet wurde die Tour in Zusammenarbeit mit dem RC Schmitter Gleuel, dessen Mitglieder regelmäßig mit dem Radprofi Grabsch trainieren. Die Strecke hat keine keine nennenswerte Steigungen, ist aber für kleine Kinder nicht geeignet.

Vom Schulzentrum aus führt die Tour zunächst vorbei an der rekultivierten Grube Theresia und dann Richtung Berrenrath, Weilerbrüggen, im kleinen Bogen um den Ort Erftstadt-Gymnich herum zum Schloss Gymnich. Dort legen wir nach etwa 18 Kilometern im idyllischen Biergarten eine Rast ein, und es besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Radstar. Gestärkt fahren wir dann auf dem Regionalradweg R 15 an der Erft entlang Richtung Kerpen-Horrem, später nach Frechen-Habbelrath. Über Benzelrath geht es schließlich weiter Richtung Bachem und Gleuel bis zum Ausgangspunkt am Schulzentrum an der Sudetenstraße zurück.